Handlungsfähigkeit im Betrieb – arbeitsplatznahe Kompetenzentwicklung hilft
Die Ergebnisse des Projekts „Informell, technikgestützte Lernsysteme in der Matrixproduktion“ zeigen, wie arbeitsplatznahe Lernsysteme Handlungsfähigkeit und Kompetenzentwicklung in Unternehmen stärken können. Nun wurde die Praxisbroschüre vorgelegt.
Die wichtigsten Erkenntnisse des Projektes:
Informelles Lernen als Schlüssel: Lernprozesse finden vor allem während der Arbeit statt und zunehmend unterstützt durch digitale Tools und informelle Strukturen statt. Dies stärkt die Eigenverantwortung und Flexibilität der Mitarbeitenden.
Flexibles Arbeiten ändert Kompetenzanforderungen: Die Integration von Lerngelegenheiten in Arbeitsprozesse, wie bei der Schichtübergabe oder durch dynamische Planungs- und Assistenzsysteme, bietet nachhaltige Lösungen für die Kompetenzentwicklung.
Technik und Mensch im Einklang: Benutzerfreundliche Tools wie mobile Werkerführungen oder Qualifikationsmatrizen fördern die Effizienz und erleichtern die Einführung neuer Arbeitsmethoden.
Rolle von Führungskräften: Meister und Vorarbeiter spielen eine zentrale Rolle, indem sie Lernmöglichkeiten schaffen und Mitarbeitende aktiv einbinden.
Das Faktenblatt (rechts) können Sie sich hier herunterladen.
Das Projekt basiert auf Feldstudien in zwei Szenarien: matrixorganisierte Fertigung und Montage. Hierbei wurden in enger Abstimmung mit den Unternehmen CPT Präzisionsteile GmbH und Mogatec GmbH, den Entwicklungspartnern Sarissa GmbH und FORCAM ENISCO GmbH sowie der Projektleitung Fraunhofer IWU Anforderungen erhoben und Lösungen erprobt.
Die Ergebnisse flossen in einen Lösungsbaukasten, der konkrete Empfehlungen für die Gestaltung flexibler Lernsysteme liefert.
In einer abschließenden Transferveranstaltung werden Unternehmen und Interessierte die Möglichkeit haben, die Ergebnisse des Projektes praxisnah zu erleben und mit den Beteiligten zu diskutieren. Weitere Informationen finden Sie hier: Vemas Thementag Matrixproduktion
Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme „Innovative Arbeitswelten im Mittelstand“ gefördert, innerhalb des Forschungsprogramms „Zukunft der Wertschöpfung – Forschung zu Produktion, Dienstleistung und Arbeit“ (Förderkennzeichen: 02L21B521) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei der Autorin / beim Autor.