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Europäischer Mobilitätstag (2018) in Chemnitz

Organisiert durch die ATB Arbeit, Technik und Bildung gGmbH beteiligte sich das Projektteam Chemnitz+ 2018 erneut im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche am Mobilitätstag (21. September) in Chemnitz auf dem Neumarkt unter dem Motto: „Selbsttests im Feld: Stolperparcours mit Alterssimulationsanzug oder anderen simulierten Einschränkungen überwinden – Tipps und Tricks für den Alltag.“

Mit Blick auf das Ende des vierjährigen Projektes am 31.10.2018 wurden nochmals ausgewählte Lösungsansätze rund um das Thema „Sturzprophylaxe“ im Alltag und im Wohnumfeld präsentiert und zur Diskussion gestellt. Vertreten waren kompetente Projektpartner, wie die TU Chemnitz, die mit dem Alterssimulationsanzug MAX eine Sensibilisierung von Jugendlichen und Erwachsenen unter dem Motto „Alter (am eigenen Leib) erleben“ ermöglichte sowie eine Tochter des SFZ Förderzentrum gGmbH Chemnitz, die SFZ CoWerk gGmbH als Ansprechpartner für Mobilisierungs- und Pflegethemen.

Es gab sicher eine Reihe von AHA-Effekte bei all den kleinen und großen Passanten, die den Parcours mit einem der dargebotenen Hilfsmittel passierten. Besonders die Kinder und Jugendlichen haben mit Spaß, aber auch mit Staunen den Parcours gemeistert und dabei festgestellt, welche Schwierigkeiten so manche kleine Barriere für Betroffene mit sich bringt, die man ohne Beeinträchtigung kaum wahrnimmt.

Und, sicher wurde der eine oder andere junge Mensch dahin gehend sensibilisiert, dass er künftig mit anderen Augen und mehr Verständnis für Menschen mit Einschränkungen durch die Straßen von Chemnitz läuft bzw. auch fährt.

Aber insbesondere die Gespräche mit dem „Mittelalter“, aber auch mit „hochaltrigen“ Menschen machen deutlich, dass fortwährende Sensibilisierung für die Themen Mobilität und Alter wichtiger denn je sind.

Während Wohnungsanbieter immer häufiger „Eilanfragen“ zu möglichen Wohnraumanpassungen erhalten, sehen viele Bürger aus ihrer Sicht (lange noch) keinen Handlungsbedarf. Sie haben sicher auch erste einmal Recht: Die Einschränkungen kommen meist „schleichend“ und können lange durch „Kompensationsstrategien“ ausgeglichen werden. Jedoch kommt der Tag, an dem die Vielzahl der Kompensationen, wie seltener und langsamer Treppen steigen, mit einem kleinen Umweg Gefahrenstellen ausweichen, kurze Verschnaufpause auf der Sitzbank am Wegesrand, die Gefälligkeit des Nachbarn, scheinbar „plötzlich“ nicht mehr greifen! Und für diesen Tag sollte sich jeder besser im Vorfeld wappnen, selbst wenn es im Alltag wahrlich angenehmere Themen gibt.

Auch für eine solche Erkenntnis war der Tag gut.

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