
Resilienzgestaltung im Agenturalltag: ATB zu Gast bei mediaman Mainz
Welche Anforderungen muss ein resilienzförderliches Lernsetting erfüllen? Die Antwort darauf sucht das HYTEG-Projektteam in der Praxis – diesmal beim Anwendungspartner mediaman in Mainz.
Open Space - ein offener Blick in die Praxis
Digitalagenturen leben von Tempo und Anpassungsfähigkeit. Doch wie kommunizieren Teams im schnelllebigen Arbeitsalltag? Wie arbeiten und lernen sie miteinander? Wo entstehen Herausforderungen – und was lässt sich daraus ableiten?
Der Open Space unseres Anwendungspartners mediaman GmbH hat darauf viele Antworten gegeben – in Sessions, in Gesprächen zwischendurch und sogar beim Kickern danach. Das Format bringt zweimal im Jahr das gesamte Team zusammen – ohne feste Agenda, aber mit viel Raum für Themen, Fragen und Impulse aus dem Arbeitsalltag. Für HYTEG die ideale Gelegenheit, Projektarbeit, Teamkommunikation und Lernkultur direkt in Aktion zu erleben. Anschließende Gruppeninterviews halfen dabei, unsere Eindrücke zu vertiefen.
Zwischen KI, Kundenprojekten und Kaffeemaschine
Bei mediaman arbeiten agile Teams an digitalen Projekten, in denen vieles gleichzeitig passiert: neue Kund:innenanforderungen, technische Umstellungen, enge Zeitfenster und die omnipräsente Frage, wie KI sinnvoll in bestehende Prozesse passt.
Das klingt nach Zukunft der Arbeit. Bei mediaman ist es vor allem: ganz normaler Arbeitsalltag.
Lernen findet hier selten in langen Schulungsblöcken statt. Viel häufiger entsteht es direkt aus konkreten Aufgaben heraus. Ein neues Tool muss verstanden werden. Ein technisches Problem braucht eine Lösung. Ein Team probiert aus, verwirft, passt an und fragt nach.
Unser Besuch zeigt also: Lernen braucht Nähe zur Praxis. Wenn ein konkreter Mehrwert für die Projektarbeit erkannt wird, steigt auch die Motivation, sich neues Wissen anzueignen. Wichtig sind außerdem feste Zeitfenster, kurze Wege zu Expert:innen und Formate, in denen Wissen unkompliziert geteilt werden kann.
Neben geplanten Formaten spielen auch informelle Momente eine wichtige Rolle: kurze Nachfragen, spontane Gespräche, ein schneller Austausch an der Kaffeemaschine.
Genau hier zeigt sich der Bezug zur Resilienzgestaltung: Teams bleiben nicht allein dadurch handlungsfähig, dass einzelne Experten möglichst viel wissen. Entscheidend ist, ob sie Wissen teilen, gemeinsam auf Veränderungen reagieren und aus Erfahrungen lernen können.






Let’s get serious: Wenn Spiel zum Lernraum wird
Für HYTEG sind genau diese Beobachtungen zentral. Im werden hybride Lern- und Transferwerkzeuge entwickelt, die Teams beim Umgang mit Belastung, Veränderung und Unsicherheit unterstützen sollen. Im Mittelpunkt steht ein Serious Game, das mit Extended Reality und KI-Komponenten verbunden wird.
Das klingt kompliziert – hat aber einen sehr praktischen Kern: Teams sollen in einem geschützten, hybriden Raum Situationen erleben, Entscheidungen treffen, Handlungsoptionen ausprobieren und anschließend gemeinsam KI-gestützt reflektieren können.
Der Open Space hat uns noch einmal gezeigt, warum dieser Ansatz genau der Richtige ist. Teams werden nicht durch Regeltermine und Pflichtschulungen resilienter. Sie wachsen dort, wo sie miteinander ausprobieren, Fragen stellen, Perspektiven wechseln und offen über Herausforderungen sprechen.
Wir danken dem Team von mediaman Mainz für die Offenheit, die Einladung und den inspirierenden Austausch und blicken gespannt auf die kommenden Projektjahre!
Verknüpftes Projekt
HYTEG - Hybrides Lernen. Resilient gestalten.
Krisen meistern, bevor sie auftreten: HYTEG befähigt Unternehmen, Resilienz im Arbeitsalltag sicher und nachhaltig wirksam zu trainieren. Realitätsnahe Simulationen und didaktisch fundierte Reflexion stärken die Handlungssicherheit im Team und verankern Resilienz nachhaltig im Arbeitsalltag.
