Vermessungsingenieur Wuttke

Wuttke Ingenieure GmbH: Effizienz steigern. Digitalisierung meistern. Zukunft sichern.

Digitalisierung ist kein IT-Projekt – sie ist ein strategischer Organisationsprozess. Die Wuttke Ingenieure GmbH aus Chemnitz zeigt eindrucksvoll, wie Unternehmen den digitalen Wandel strukturiert, beteiligungsorientiert und nachhaltig gestalten können.

Ausgangssituation

Die Wuttke Ingenieure GmbH mit Sitz in Chemnitz ist ein deutschlandweit tätiges Ingenieurunternehmen mit über 70 Mitarbeitenden. Der Schwerpunkt liegt auf Ingenieurvermessung, digitalen Raumdaten, 3D-Modellen und BIM-Lösungen, die eine präzise und effiziente Unterstützung von Planung, Bau und Betrieb ermöglichen.

Anfang 2024 befand sich die Wuttke Ingenieure GmbH an einem entscheidenden Wendepunkt: Der digitale Wandel – insbesondere in Bezug auf das seit 2015 im Unternehmen eingeführte Building Information Modeling (BIM) – verlangte nach neuen Strukturen, klar definierten Informationswegen und einer souveränen Nutzung moderner Technologien. Viele zentrale Prozesse waren noch von analogen Routinen geprägt, was sowohl die Effizienz als auch die Transparenz beeinträchtigte.

Zugleich wollte das Unternehmen seine Belegschaft vollumfänglich mitnehmen, digitale Kompetenzen gezielt ausbauen und den Veränderungsprozess als gemeinsame Chance gestalten. Vor diesem Hintergrund entschied sich Wuttke Ingenieure für ein INQA-Coaching – ein Ansatz, der Beteiligung, Praxistauglichkeit und nachhaltige Organisationsentwicklung miteinander verbindet.

Vorgehensweise und Methodik

Step 1: Analyse des Ist-Zustands der Prozesslandschaft

  • Erhebung und Bewertung der aktuellen Prozesslandschaft: Systematische Analyse bestehender Abläufe zur Identifikation ineffizienter, analog geprägter oder ressourcenintensiver Prozessschritte sowie daraus resultierender Optimierungspotenziale.
  • Gemeinsame Priorisierung im Team: Entwicklung einer Entscheidungs- und Priorisierungsmatrix, um gezielt jene Prozesse auszuwählen, die durch den Einsatz digitaler Tools den größten Nutzen stiften.
  • Einführung eines digitalen Kanban-Boards (Microsoft Planner): Kernbaustein des Optimierungsprozesses zur Sicherstellung von Transparenz, effizientem Aufgabenmanagement und verbesserter teamübergreifender Zusammenarbeit.
  • Ermittlung des digitalen Reifegrades der Mitarbeitenden: Analyse vorhandener Kompetenzen sowie Identifikation von Qualifikations- und Wissenslücken im Umgang mit digitalen Technologien, um zielgerichtete Weiterbildungsmaßnahmen abzuleiten.

Step 2: Ableitung von Handlungsfeldern und Maßnahmen

  • Stärkung des gemeinsamen Prozessverständnisses und Aufbau strukturierter Kommunikationsformate: Durch regelmäßige, klar strukturierte Meetings und eine methodische Vorgehensweise wurde das Prozessverständnis im gesamten Team signifikant vertieft – eine zentrale Voraussetzung für datenbasierte und fundierte Optimierungsentscheidungen.
  • Kooperative Entwicklung zielgerichteter Maßnahmen: Im interdisziplinären Team wurden Ansätze zur Verbesserung des Informationsflusses und der Kommunikation zwischen Büro und Baustelle erarbeitet – unter anderem durch den gezielten Einsatz von Smartphones, digitalen Kanban-Boards, Daily Stand-ups und Sprint-Reviews – mit dem klaren Ziel, operative Ineffizienzen signifikant zu reduzieren.
  • Validierung der Lösungsansätze: Die vorgeschlagenen Maßnahmen wurden in kompakten Workshops gemeinsam mit den Prozesseignern bewertet, um sicherzustellen, dass die Lösungen praxisnah, effektiv und langfristig tragfähig sind.
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Bildnachweise: @Wuttke Ingenieure GmbH

Step 3: Ausarbeitung von Implementierungsoptionen für digitale Prozesslösungen

  • Fokussierte Analyse zu Automatisierungspotenzialen und Technologieeinsatz: Systematische Bewertung der Prozesse hinsichtlich ihrer Digitalisierungs- und Automatisierbarkeit sowie Identifikation geeigneter technischer Lösungen.
  • Tool- und Technologieauswahl: Erarbeitung einer strukturierten Übersicht relevanter digitaler Werkzeuge und Systeme, die den jeweiligen Prozess gezielt unterstützen können.
  • Ergebnis: Erstellung einer klar priorisierten Tool-Liste je zu optimierendem Prozessbereich – als Grundlage für fundierte Entscheidungs- und Investitionsprozesse.
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Bildnachweise: @Wuttke Ingenieure GmbH

Ergebnisse und Nutzen für die Zukunftssicherung des Unternehmens

Das Coaching führte zu greifbaren und zugleich zukunftsweisenden Ergebnissen. Durch agile und lean-orientierte Methoden wurden Prozesse geöffnet, verschlankt und transparent gestaltet. Die Belegschaft gewann an digitaler Souveränität – ein entscheidender Erfolgsfaktor in einer zunehmend technologiebasierten Branche.

Wesentliche Effekte:

  • spürbare Effizienzsteigerungen durch strukturierte, digitale Abläufe
  • gestärkte digitale Kompetenz aller Mitarbeitenden
  • verbesserte Anpassungsfähigkeit bei wechselnden Projektanforderungen
  • eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung, die Veränderungen aktiv gestaltet, statt auf sie zu reagieren

Wuttke Ingenieure hat damit einen entscheidenden Schritt getan, nicht nur aktuelle Herausforderungen zu meistern, sondern die eigene Zukunftsfähigkeit langfristig zu sichern.

Ausblick: Verstetigung eines lernorientierten, digitalen Mindsets

Die im Coaching etablierten Routinen – regelmäßige Meetings, transparente Boards, gemeinsames Problemlösen – werden verstetigt und systematisch weiterentwickelt. Durch die Einbindung weiterer Prozesseigner soll ein dauerhaft wirksamer kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) entstehen, der Engpässe früh erkennt und Lösungen rasch realisiert.

Auf dieser stabilen Grundlage plant das Unternehmen weitere Schritte:

  • vertiefende BIM- und Software-Schulungen zur Stärkung interner Kompetenzen
  • gezielte Entwicklungsprogramme zu digitalen Arbeitsmethoden
  • Vorbereitung auf kommende Technologien durch KI-Readiness-Maßnahmen

 

Das INQA-Coaching wurde so zu einem wichtigen Meilenstein – und zugleich zu einer Startrampe für die nächste Entwicklungsphase des Unternehmens.

INQA-Coaching – kurz erklärt

Das INQA-Coaching ist ein Förderprogramme für kleine und mittlere Unternehmen, das Organisationen auf ihrem Weg in eine moderne, digital gestützte Arbeitswelt begleitet. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Entwicklung passgenauer Lösungen zusammen mit den Mitarbeitenden – von der Personal- und Organisationsentwicklung über Digitalisierung bis hin zum Arbeitsplatz der Zukunft.

Gefördert werden 12 Tagewerke à 1.200 € – davon 80 % bezuschusst.
Das Unternehmen trägt lediglich 20 % der Kosten als Eigenanteil.

Themenschwerpunkte des INQA-Coachings sind:
1️⃣ Personalpolitik & Qualifizierung
2️⃣ Arbeitsorganisation & Produktionsmodell
3️⃣ Unternehmenskultur & Zusammenarbeit
4️⃣ Geschäftsmodelle & Innovation
5️⃣ Arbeitsplatz der Zukunft & Arbeitszeitgestaltung

Der Zugang ist unkompliziert. Regionale Erstberatungsstellen unterstützen Unternehmen vom Erstkontakt bis zur Antragstellung und begleiten sie durch den gesamten Prozess.

INQA-Erstberatungsstellen in Sachsen:

CHEMNITZ – ATB Chemnitz:
Ihr Ansprechpartner:
Prof. Michael Uhlmann
Tel. 0371 3695813
E-Mail: uhlmann@atb-chemnitz.de

DRESDEN – RKW Sachsen:
Ihr Ansprechpartner:
Alexander Voigt
Tel. 0170 2227764
E-Mail: voigt@rkw-sachsen.de

LEIPZIG – Arbeit und Leben:
Ihr Ansprechpartner:
Dr. Jens Matthes
Tel. 0341 7100543 | E-Mail: matthes@arbeitundleben.eu

Weitere Informationen:
https://www.atb-chemnitz.de/projekte/inqa-coaching und www.inqa.de

Ansprechpersonen

Ulrich Zimmermann
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