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Die Potenziale der eigene Unternehmenswebseite geschickt für die Gewinnung von Fachkräften nutzen – so kann es gehen!

Lesezeit: 2 Minuten

 

Messeauftritte, Videos, umfangreiche Werbekampagnen – wenn kleine und mittlere Unternehmen die verschiedenen Marketingmöglichkeiten für sich prüfen, können sie sich oft von der gefühlt unendlichen Maßnahmenwelt erschlagen fühlen. Doch gute Fachkräfte sind rar und irgendwie müssen sie ja auch auf das Unternehmen aufmerksam gemacht werden. Woher also Geld und Arbeitskraft für all diese Aktivitäten nehmen?

Oft passiert es, dass dann genau diese Ressourcen nicht vorhanden scheinen und die Werbung für neue Fachkräfte weiter auf die lange Bank geschoben wird. „Doch das muss nicht sein!“, so Claudia Graf-Pfohl von der ATB gGmbH. „Die Unternehmenswebseite kann mit einfachen Mitteln so überarbeitet werden, dass sie für Fachkräfte ansprechende Inhalte bereithält und dabei auch noch schön aussieht.“ Wie? Das hat Claudia Graf-Pfohl gemeinsam mit ihrer Kollegin, Marit Bartetzko, im Projekt „Fachkräfteorientierte Unternehmenswebseiten in Mittelsachsen (FUM)“ untersucht.

Im geförderten Projekt ermittelten unsere Kolleginnen, welche Aspekte aus Sicht von Arbeitsmarktexpert*innen und Schüler*innen aus Mittelsachsen auf einer Unternehmenswebseite überhaupt vertreten sein sollten, damit sie ansprechend für (künftige) Fachkräfte ist. Gemeinsam mit einer Analyse von Unternehmenswebseiten zeigen die Ergebnisse, dass kleine und mittlere Unternehmen unbedingt auf eine ansprechende Gestaltung, informative und klare Inhalte, ein transparentes und zuverlässiges Bewerbermanagement und eine gezielte und regelmäßige Nutzung der eigenen Profile auf Sozialen Medien setzen müssen. „Es muss nicht gleich die komplette Überarbeitung der eigenen Webseite sein. Wichtig ist es zunächst zu prüfen, ob die Navigation sinnvoll strukturiert ist, ein schnell auffindbarer Karrierebereich vorliegt, die Webseite gut lesbar auf PC und Smartphone ist, und ob für Bewerber*innen alle relevanten Informationen bereitgestellt werden. Liegt das vor, dann sollte man den Blick auf die Aktivitäten in den Sozialen Netzwerken lenken“ – so beschreibt Marit Bartetzko die ersten Schritte für die Unternehmen. „Und gerade in diesen Prozess kann man wunderbar die Mitarbeitenden einbeziehen. Prüfen Sie, ob sich jemand für die Gestaltung der Fotos und Beiträge für die Sozialen Medien interessiert. Das ist ein toller Beitrag zur Fachkräftebindung!“, ergänzt Claudia Graf-Pfohl.

 

Was Sie nun gleich machen können: Prüfen Sie, ob Sie in den Augen der zukünftigen Mitarbeitenden als attraktiver Arbeitgeber sichtbar werden. Dafür haben wir Ihnen hier einige Aussagen zusammengestellt:

 

  • Unsere Karriereseite ist übersichtlich platziert und in wenigen Klicks erreichbar.
  • Die Informationen zu Arbeitsplatz, Stellen, Arbeitsklima sind auf die uns interessierende Fachkräftegruppe (Azubis, Schüler, erfahrene Fachkräfte) zugeschnitten.
  • Wir achten auf eine ausgewogene und moderne Darstellung aus knappen Texten und echten Fotos aus unserem Unternehmen, die aktuell sind.
  • Wir nehmen das Engagement der Bewerberinnen und Bewerber ernst. Deshalb beschreiben wir den Bewerbungsprozess genau und achten auf die Einhaltung der einzelnen Schritte.
  • Unser gutes Betriebsklima und das kollegiale Miteinander im Team sorgen für zufriedene Mitarbeitende. Das zeigen wir auch auf der Karriereseite.
  • Wir machen das Unternehmen mit aktuellen Posts auch in ausgewählten sozialen Netzwerken bekannt und kennen dabei auch die Vorlieben der jeweiligen adressierten Fachkräftegruppe.

 

Was nun? Probieren Sie es einfach aus, gehen Sie kleine Schritte und nehmen Sie Ihre Mitarbeitenden mit. So können Sie nicht nur die Aufmerksamkeit potenzieller neuer Kolleg*innen auf Ihr Unternehmen lenken, sondern stärken auch die Beziehung zu Ihren jetzigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

 

Haben Sie Handlungsbedarf erkannt? Werfen Sie schnell einen Blick auf unsere ausführlichen Checklisten und praxisorientierten Handlungsempfehlungen, die wir Ihnen in unserer kostenfreien Broschüre zusammengestellt haben. Für die Studie wurden 710 mittelsächsische Unternehmenswebseiten, Interviews mit Expertinnen und Experten der Fachkräftegewinnung sowie Jugendlichen geführt und wissenschaftlich ausgewertet.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes und durch die Fachkräfteallianz unterstützt.

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Wir begleiten Sie mit Forschung, Beratung und Qualifizierung in den Handlungsfeldern: