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„Elektrische Arbeiten professionell und aus einer Hand“ – Wie das Förderprogramm unternehmensWert:Mensch (uWM) ein kleines Unternehmen dabei unterstützt, seine Geschäftsprozess zu optimieren.

Das Unternehmen elinar innovative elektrotechnik wurde im Jahr 2017 als Einzelunternehmen von Herrn Robert Heinze gegründet und ist von der klassischen Elektroinstallation im Haus bis hin zur Installation von Smarthome-Lösungen und Ladeinfrastrukturen für E-Mobilität tätig. In den letzten beiden Jahren hat sich die Zahl der Mitarbeitenden von fünf auf 10 Beschäftigte verdoppelt.

 

„Dieses Wachstum ist erfreulich, bringt aber auch einige neue Herausforderungen mit sich“, so Robert Heinze im Ergebnisgespräch. „In einem Führungskräfteseminar erhielt ich zwar sehr gute Impulse für eine verbesserte Wahrnehmung meiner Führungsaufgaben im Unternehmen. Diese galt es aber auch, im Alltag umzusetzen. Schnell wurde klar, dass das viel Kraft und Geduld braucht und im Idealfall auch eine erfahrungsgeleitete Begleitung. Die in Anspruch genommene Prozessberatung durch den autorisierten Prozessberater, Herrn Gernot Scharf von IGS-Consult, hat uns als Unternehmen in diesem Sinne maßgeblich unterstützt, unter Einbeziehung der Beschäftigten Gestaltungsbedarfe aufzudecken, zu diskutieren und schließlich betriebliche Veränderungsprozesse zu initiieren. Schwerpunkte bildeten dabei die Weiterentwicklung der Strukturen und Prozessen in unserem wachsenden Unternehmen, eine adäquate Anpassung der Personalführung sowie gemeinsam mit den Mitarbeitenden die Vermittlung bzw. Weiterentwicklung von betrieblichen Werten. Nicht zuletzt ging es auch um wirksame Instrumente und Praktiken für den Wissenstransfer im Unternehmen.“

 

Es hat sich viel getan:

 

So ermöglichen heute die in Teamarbeit diskutierten und optimierten Arbeitsabläufe und -prozesse, dass Informationsverluste sowohl intern als auch hin zu Lieferanten und Kunden durch klare Regeln der Informationsbereitstellung untereinander immer besser vermieden werden können. Dazu tragen ergänzend sowohl die im Rahmen der gemeinsamen Projektarbeit hinzugewonnenen Kommunikationskompetenzen als auch ein zunehmend wertschätzender Umgang untereinander bei.

 

Dieser Prozess wurde und wird flankiert durch die stetige Anpassung der Personalführung. Zum einen spielt hier der Ausbau der Übernahme von Führungsverantwortung eine wichtige Rolle. Durch die Unterstützung eines neuen Meisters gelingt es, Herrn Heinze in seinen Aufgaben zu entlasten und Führungsverantwortung auch in dessen Abwesenheit im Unternehmen besser wahrzunehmen. Zum anderen geben auf das Unternehmen angepasste Führungsinstrumente, wie u.a. Gesprächsleitfäden für Bewerber- oder Mitarbeitergespräche oder Vorlagen für Einarbeitungspläne neuer Beschäftigter Orientierung für eine gemeinsam gestaltbare Unternehmensführung. Schließlich ist es das Vorleben eines wertschätzenden Umgangs der Führungskräfte gegenüber ihren Beschäftigten, die einen Wandel hin zu einer mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur beiträgt.

 

In gleichem Maße wurde und wird die Weiterentwicklung der betrieblichen Werte gefördert. Das beginnt mit der Motivation der Beschäftigten, das Angebot der Einbeziehung in Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse wahr- und am offenen Austausch zu Teamregeln teilzunehmen und reicht bis in den Prozess der schnellen Einarbeitung neuer Teammitglieder über Mentoring-Angebote.

 

„Das ist alles kein „Hexenwerk“, aber es bedarf einer stetigen Erinnerung an das, was wir uns selbst vorgenommen haben. Der Beistand eines Prozessbegleiters, der konstruktiv aber vehement den Finger auf die „Wunde“ gelegt und mit vielen Impulsen an Lösungen mitgearbeitet hat, war dabei für uns von unschätzbarem Wert“, meinte Robert Heinze abschließend und hat dabei bereits neue Herausforderungen im Blick, denen sich das Unternehmen in naher Zukunft stellen muss.

 

Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen fehlen oft die Ressourcen, um langfristige Personalstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Hier unterstützt das Förderprogramm unternehmensWert:Mensch. Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aufgelegte ESF-Programm bietet Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten eine individuelle Prozessberatung an – direkt im Unternehmen und zu geförderten Konditionen. Personalpolitische Veränderungen können in den vier Handlungsfeldern Personalführung, Chancengleichheit, Gesundheit sowie Wissen und Kompetenz angestoßen werden, um das Unternehmen personal- und organisationsseitig unter Beteiligung der Mitarbeiter zukunftsfähig auszurichten.

 

Die elinar innovative elektrotechnik nutzte die Prozessberatung in den Handlungsfeldern „Personalführung“ sowie „Wissen und Kompetenz“, um das Unternehmen unter Beteiligung der Beschäftigten mithilfe beteiligungsorientierter Beratungsansätze zukunftsfähig auszurichten.

 

Die regionale Beratungsstelle ATB Arbeit, Technik und Bildung gGmbH in Chemnitz prüfte in einer Erstberatung gemeinsam mit dem Unternehmen die formalen Voraussetzungen und Handlungserfordernisse und stellte nach erfolgreicher Prüfung einen Beratungsscheck aus, der zur Inanspruchnahme der geförderten Beratung berechtigt.

 

Ergänzende Information der ATB Arbeit, Technik und Bildung gGmbH in Chemnitz:
Eine Ausstellung von Beratungsschecks ist noch bis 30.11.2021 möglich. Die ATB Arbeit, Technik und Bildung gGmbH in Chemnitz ist eine von drei Erstberatungsstellen in Sachsen.

 

Kontakt:

Herr Prof. Dr.-Ing. Uhlmann; Tel.: 0371-36 95 813 | E-Mail: uhlmann(at)atb-chemnitz.de

Herr Zimmermann; Tel.: 0371-36 95 823 | E-Mail: zimmermann(at)atb-chemnitz.de

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