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Wissen für Sie

Einführung eines BGM – der Prozess

Viele Unternehmen, die ein betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) einführen wollen sehen sich zu Beginn des Prozesses mit einem schier unendlichen Berg an Aufgaben konfrontiert und fragen sich zu Recht: wo sollen wir da nur anfangen?

In der Tat handelt es sich bei einem ganzheitlichen BGM um ein umfangreiches Unterfangen, welches Veränderungen in nahezu jedem Bereich des Unternehmens mit sich bringt. Damit dies nicht in einem heillosen Chaos endet, sollte ein strukturiertes und schrittweises Vorgehen verfolgt werden.

 

Dabei kann man sich an folgenden sechs Schritten orientieren:

Wie die Darstellung bereits verdeutlicht, handelt es sich dabei um einen kontinuierlichen Kreislauf, welcher in regelmäßigen Zyklen wiederholt werden sollte. Die einzelnen Schritte greifen dabei wie Puzzleteile ineinander.

 

Im ersten Schritt gilt es zu hinterfragen, was das Unternehmen dazu bewogen hat, sich mit dem Thema BGM zu beschäftigen. Ist es reines Interesse? Oder liegen gesundheitliche Probleme vor, die gelöst werden sollen?

 

Gleichzeitig sollte man reflektieren, wo man als Unternehmen aktuell steht, d.h. was es bereits für Maßnahmen der Gesundheitsförderung gibt und welche internen bzw. externen Ressourcen für künftige Aktivitäten zur Verfügung stehen.

 

Im zweiten Schritt steht die gemeinsame Ziel- und Strategieentwicklung im Mittelpunkt. Dabei sollte das Thema „Gesundheit“ in die Unternehmens-philosophie bzw. die Unternehmensziele aufgenommen werden. Basierend auf den erkannten Herausforderungen und Ansatzpunkten gilt es nun, eine strategische Richtung bspw. in Form von Gesundheitsleitlinien festzulegen.

 

Um eine gezielte Planung der Aktivitäten und Maßnahmen zu gewährleisten, erfolgt im dritten Schritt eine umfangreiche Datenerhebung bezüglich der Gesundheit im Unternehmen. Hierzu können u.a. interne und externe Kennzahlen verwendet werden. Die aktive Beteilung der Mitarbeitenden ist dabei sehr zu empfehlen.

 

Basierend auf den Ergebnissen der IST-Analyse sollten im nächsten Schritt alle relevanten Akteure einbezogen werden, um konkrete Ziele für die Planung und Einführung der BGM-Maßnahmen zu entwickeln. Hierbei sollte streng auf die Realisierbarkeit der Zielstellungen geachtet werden. Das Festlegen konkreter Verantwortlichkeiten sowie eines Zeitplanes kann die Durchführung der nachfolgenden Prozessschritte erheblich vereinfachen. Zudem sollte man bereits jetzt beginnen, die Evaluation (Schritt 6) zu planen.

 

Je konkreter man im vierten Schritt geplant hat, desto leichter fällt die Integration und Durchführung der BGM-Maßnahmen im Unternehmen. Hier gilt es nun die Mitarbeitenden zur aktiven Teilnahme zu motivieren. Bei der Durchführung einzelner Maßnahmen kann es durchaus sinnvoll sein, auf externe Unterstützung (bspw. Trainer) zurückzugreifen.

 

Im sechsten Schritt findet erneut eine umfangreiche Datenerhebung statt, deren Ergebnisse mit denen der IST-Analyse (Schritt 3) verglichen werden. Basierend auf den daraus gewonnenen Erkenntnissen sollten Schlussfolgerungen gezogen und Maßnahmen ggf. angepasst oder erweitert werden.

Mit der Erweiterung bzw. Anpassung der Maßnahmen beginnt der BGM-Prozess von Neuem, denn nun gilt es erneut die Ausganssituation zu bewerten, neue Ziele zu setzen usw. Wer das Ziel verfolgt, ein nachhaltiges BGM-Programm im eigenen Unternehmen einzuführen, der sollte sich darüber bewusst sein, dass es sich hierbei um einen kontinuierlich fortlaufenden Prozess handelt.

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